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MAF Räderscheidt Zeichnung – Graphik - Malerei

„Ich bin bei den aufregenden Grauzonen, die zwischen den
konsequentesten aller Kontraste liegen – nämlich Schwarz und Weiß –
in die Schule gegangen. Kein Wunder, dass jede Schublade bald zu
eng wird,“ notierte die Malerin, Zeichnerin, Druckgraphikerin,
Performance- und Installationskünstlerin MAF Räderscheidt
(*1952) schon vor 20 Jahren.
.
Die seidige Tiefe der Kohle und ihre transparente Sattheit begeisteren
sie bereits seit ihrem Studium der Malerei, Grafik und Kunstgeschichte
an der Fachhochschule Köln.
Die Möglichkeiten der Kohlezeichnung, die sie als Meisterschülerin von
Marianne Kohlscheen-Richter in den 1980er Jahren intensiv genutzt
hat, lotet sie seit 2002 aufs Neue großformatig aus.

Im Zuge des Grafikbooms der 1970er Jahre hatte sie sich zudem auf
kleinformatige Radierungen verlegt, die eine beachtliche Resonanz
fanden. „Ich will, dass ein Bild so unfertig aussieht, dass Betrachter
darin Platz nehmen können, und dabei so entschlossen gemacht ist,
dass es nicht verwechselt werden kann“, formulierte sie gut zehn Jahre
später.

Die Ölmalerei erschloss sich Angela F. Räderscheidt erst im Jahr 2000.
Dies mit gewohntem frauenbewegten Verve, denn „Gender“ ist eines
ihrer durchgängigen Themen, das komisch-unkomische,
oft komplizierte Verhältnis zwischen Mann und Frau.

Ihre drei Vornamen – an erster Stelle steht Martha, an dritter Felicitas,
hat sie zu dem Kürzel MAF zusammengezogen.
Und eine weitere Namensfrage sei aufgeklärt: Ja, sie ist mit dem Maler
der Neuen Sachlichkeit Anton Räderscheidt verwandt, er war ihr
Großvater.

Unter dem Titel „Die Kunst des Küssens“ präsentiert der Kunstverein
Borken – artline und mehr e.V. im Stadtmuseum Borken eine Auswahl
von Zeichnungen, Grafiken und Gemälden der in Köln lebenden
Künstlerin.

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